ein absolutes Desaster | gestrandet in kanada

Erholt und gespannt auf die neuen Dämpfer, ging es wieder zurück nach Prince George/Kanada.

Der Weg schlängelte sich an Schneebedeckten Bergen, Kuh Weiden, mehreren Seen und Flüssen vorbei.

Die Wiesen waren saftig grün, voll mit Löwenzahn, kleineren weißen Blumen sowie mit hungrigen Braun und Schwarzbären.

Die Bären waren nicht besonders groß, sind gemütlich, scheu und waren teilweise mit Narben ausgestattet. Sie hatten hauptsächlich ihren Hauptaugenmerk auf die gelb-leuchtenden Blumen.

Braunbär in Kanada/Britisch Kolumbien

Wir parkten unseren Camper am Straßenrand und hatten unseren Hauptaugenmerk auf die hungrigen Bären. Nachdem wir einige Fotos mehr auf der Speicherkarte hatten fuhren wir weiter Richtung Norden.

Ein paar Kilometer später erreichten wir Prince George/Kanada.

Wir holten die bestellten Dämpfer ab und steuerten unseren nächsten “Campingplatz” für die darauffolgenden Nacht an - ein Walmart Parkplatz umgeben von Baumärkten und einer guten Bäckerei.

Das Werkzeug sowie eine Dose “Bubly”wurde kurz darauf bereit gelegt und die Dämpfer vorsichtig ausgepackt. Wir bockten unseren Van auf und versuchten unsere Nerven mit Süßigkeiten zu beruhigen.

Nachdem die Nerven erfolglos beruhigt wurden, lösten wir den rechten vorderen Dämpfer. Den ersten Dämpfer konnten wir ohne größeren Aufwand montieren.

Der erste Erfolg wurde mit einem Foto festgehalten.

Danach legten wir das Werkzeug auf die linke vordere Seite und öffneten erneut ein “Bubly”.

Walmart Parkplatz, Vanlife

Die Arbeit an der linken vorderen Seite gestaltete sich jedoch schwieriger als gedacht.

Das Gewinde der linken Dämpferaufhängung war komplett demoliert.

Wir waren zu diesem Zeitpunkt an unseren Grenzen angelangt, ausgelaugt, frustriert und den Tränen sehr nahe.

So wurde aus der geplanten einen Nacht mehrere Nächte.

Der nächste Morgen startete mit einer schlechten Laune und einem immer noch aufgebockten Van - auf unserem Feuerholz.

Vanlife in Kanada

Nachdem uns Hilfe von einem netten Pärchen angeboten wurde, konnten wir den Walmart „Campingplatz“ - mit Hilfe eines Abschleppwagens - früher als gedacht verlassen. Der Abschleppdienst brachte uns zu Matt und Kerstin.

- Matt war mitte Vierzig und Vater von 3 Kindern.

- Kerstin hat uns am Tag zuvor Hilfe angeboten, ist Geschäftsfrau und sehr gastfreundlich.

Die gemeinsame Arbeit mit Matt gestaltete sich etwas schwierig - nachdem er die meisten Schrauben mit einem Joint verwechselte und das Problem mit Gewalt versuchte zu lösen.

Drei Tage später - mit weniger Gras in seiner Tasche und etwas ausgeschlafen -schafften wir es schlussendlich doch, das Gewinde zu reparieren.

Für uns ging es danach wieder zurück zum Walmart Parkplatz. Am Parkplatz versuchten wir das Radlager nochmals zu überprüfen und bockten den Wagen erneut auf. Nachdem wir den Wagenheber an der falschen Stelle positioniert hatten, wurde der Antriebsstrang komplett verschoben. Somit war es uns unmöglich weiterzufahren

Ausgelaugt und mit einem neuen Problem in der Tasche, versuchten wir unser Glück mit einem Schild an unserer Schiebetür:

„Mechanic needed“

Am selben Abend lernten wir Jean aus San Diego kennen. Jean ist ein Mechaniker im Ruhestand und war zu diesem Zeitpunkt auf dem Weg nach Alaska. Nach mehreren Versuchen konnte das Problem leider nicht gelöst werden und wir mussten einen Termin bei einer Werkstatt organisieren.

So startete die zweite Woche mit einer Geburtstagsfeier am Walmart Parkplatz und einer wilden nächtlichen Fahrt mit dem Abschleppdienst zu einer offiziellen Werkstatt.

Wir verbrachten die Nacht bei der Werkstatt. Unsere Augen konnten wir, aufgrund von hörbaren Schüssen und einer eher gruseligen Nachbarschaft, jedoch kaum schließen.

Am nächsten Tag gönnten wir uns, aufgrund der schlaflosen Nacht, eine kleine Auszeit im Schwimmbad. Währenddessen wurde das Problem gelöst und wir konnten nach zwei Wochen Prince George endlich wieder das Gaspedal bedienen.

Du bist neugierig, dann verfolge unsere Reise hier.

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